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Geschichte der Schule

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"Schickt euer Kind länger auf bessere Schulen!"

Mit diesem Slogan warben Regierungen in den 60er Jahren für mehr Akademiker. Der sogannte Bildungs-notstand war ausgerufen worden.
Der Slogan wurde auch von Gladbecks Eltern erhört und sie forderten ein neues Gymnasium. Die vorhandenen platzten aus allen Nähten.
Die Stadt reagierte und ließ in knapp einem Jahr das Schulgebäude errichten:

  • Grundsteinlegung am 20. August 1967
  • Einweihung am 12. August 1968

Die "Langnam-Schule", präzise das "Mathematisch-naturwissenschaftliche Gymnasium für Jungen und Mädchen und Gymnasium für Frauenbildung" begann mit ca. 500 Schülerinnen und Schülern aus den Nachbargymnasien sowie 120 "Sextanern", also 622 Schülerinnen und Schülern seine Arbeit.

Das Ratsgymnasium war damals ein reines Jungengymnasium, das Riesener-Gymnasium ein Mädchengymnasium; das Heisenberg war also von Anfang an ein modernes, "koedukativ" (d.h. gemeinsam Jungen und Mädchen erziehend) ausgerichtetes Gymnasium.

"Durchstarten!"

Es gab keinen langsamen Aufbau der Schule Zug für Zug von unten sondern sofort ein "Durchstarten" mit einer Abiturientia von 27 SchülerInnen schon im Folgejahr 1969.
Der Anfang wurde mit 29 Lehrkräften gemacht - schon damals viel zu wenige für die 622 Schüler - steigerte sich dann rasant bis auf über 70 Lehrerinnen und Lehrer im Jahre 1978, als die Schule 1152 (!) Schüler beschulte.

Damals gab es zum Beispiel eine Klasse 10 mit 37 Schülern.

Der wichtigste Mann neben dem Hausmeister Richard Broda war der Schulleiter, Herbert Sokolowski, berufen, das schnell zusammen-gewürfelte Kollegium zu einem Lehrerteam zusammenzuschmieden.

Das gelang ihm mit Hilfe seiner Stellvertreterin, Frau Liselotte Sures.


"Profilfindung"

Am 31. Januar 1969 war die Schule endlich komplett mit Turnhalle fertig. Man konnte sie feierlich einweihen. Sie "besitze eine vorbildliche Ausstattung der Naturwissenschaften und des Sportprogramms", habe aber einen "defizitären musischen Status", lobte und tadelte Sokolowski 1978 im Rückblick auf die ersten 10 Jahre.
Inzwischen waren die Sozialwissen-schaften als neuer Schwerpunkt dazugekommen.

Schon im Jahre 1972 war der Zweig mit dem spöttisch so genannten "Pudding-Abitur" aufgelöst worden und die Schule hieß nun: "Mathematisch-naturwissenschaftliches und sozialwissenschaftliches Gymnasium für Jungen und Mädchen." Ökonomie, Sozialkunde und Rechtskunde standen im Programm.

Reform und Taufe

Kaum wie oben beschrieben "typisiert" wurde die Schule im Rahmen der Oberstufenreform im Jahre 1974 schon wieder "enttypisiert". Es entstand die Reformierte Oberstufe, das Kurssystem bei aufgelösten Klassenverbänden ab der Jahrgangsstufe 11.

Jetzt wurde es Zeit, mit einem eigenständigen Namen für die Schule Profil zu gewinnen und man einigte sich nach einer Lehrerkonferenz im Kreise der Schulleitung, den Nobelpreisträger Prof. Dr. Werner Heisenberg, zu bitten, mit der Benennung der Schule nach seinem Namen einverstanden zu sein.

Die zustimmende Antwort kam am 26. März 1974. Die Schule hatte ihren Namen gefunden:

"Heisenberg-Gymnasium".

Noch bevor Professor Dr. Werner Heisenberg Gelegenheit gefunden hatte, sein "Kind" einmal selbst zu besuchen und zu besichtigen, starb er im Februar 1976. Die Schule veranstaltete eine Feierstunde zu seinem Gedenken. In seiner Ansprache hob der Schulleiter Herbert Sokolowski dessen Verdienste in der Wissenschaft hervor.

In der Nachfolge veranstaltete die Schule die sogenannten "Heisenberg-Tage" in Erinnerung an den Namensgeber. An diesem Tag im Februar veranstaltete die Schule Vortragsveranstaltungen zu drängenden Problemen der Gegenwart mit Persönlichkeiten aus der Politik, der Literatur, der Wirtschaft und der Wissenschaft.

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