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Neue Erfahrungen am Heisenberg-Gymnasium - Blindenfußball im Sprintkurs

Am 17.September lernten die Sprintkurse der Stufe 7 die Sportart „Blindenfußball“ kennen und bekamen einige Einblicke und Informationen über den Sport für sehbehinderte Menschen.

Der Workshop fand auf dem angrenzenden Sportplatz statt und wurde auf einem kleinen, mit Seitenbanden begrenzten Spielfeld durchgeführt.

Geleitet wurden die Übungen und die Präsentation, von einem Blindenfußball-Profi, der aktiv in der Blindenfußball-Bundesliga spielt und seinem Assistenten. 

Das Besondere ist, dass man den Ball „hören“ kann, da dieser kleine Kügelchen im Inneren hat und man so mit seinem Gehör arbeiten muss, um den Ball lokalisieren zu können.

Zu Beginn wurden einige Tricks mit dem Ball vorgeführt und jeder durfte selbst mit einem der rasselnden Blindenbälle durch die Gegend kicken.

Bei der ersten Übung, bei der alle eine Dunkelbrille (ähnlich einer Skibrille) und einen Kopfschutz aufsetzen musste, sollte den Schülern und Schülerinnen ein Eindruck vom Blindsein vermittelt werden. 

Die letzte Person in der Schlange hatte keine Brille auf und konnte mit einem Tippen auf die rechte oder linke Schulter die richtige Richtung der Schlange lenken.

Das Tippen musste dann immer weitergegeben werden, damit die vorderste Person die Schlange nicht gegen eine der Seitenbande oder gegen die andere Schlange führt.

Um einen weiteren Einblick in das Blindsein oder in das Blindbewegen zu bekommen, wurde eine Übung zum Schießen mit einem Blindenball gemacht.

Alle stellten sich in einer Reihe auf und bekamen wieder eine Dunkelbrille und einen Kopfschutz.

Eine sehende Schülerin oder ein sehender Schüler positionierte sich hinter dem gegenüberliegenden Tor und gab Anweisungen, damit ein/e nicht-sehende/r Schüler/in einen hoffentlich erfolgreichen Torschuss abgegeben konnte. 

Dies war besonders schwierig, da auf das Kommando von einer nicht vertrauten Person gehört werden musste.

Außerdem wurden den Schülern*innen die Regeln vom Blindenfußball erklärt und der Aufbau eines Spielfeldes wurde beschrieben.

So wird Fußball für Sehbehinderte gespielt:

  • 4 blinde Feldspieler
  • ein sehender Torwart
  • jede/r, die/der nicht den Ball führt, muss das Wort „VOY“ (spanisch = ich komme/gehe) rufen, wenn sie/er weniger als drei Meter vom ballführenden Spieler entfernt ist, damit dieser weiß, dass ein Mit- oder Gegenspieler in der unmittelbaren Nähe ist. 

Aufbau eines Spielfeldes:

  • Breite der Banden inklusive des 3 Meter breiten und 2 Meter hohen Tors 20 Meter
  • Länge der Seitenbanden 40 Meter

Insgesamt kann man sagen, dass es eine tolle und interessante Erfahrung für alle Schüler*innen war, da allen der Stufe 7 bewusst gemacht wurde, dass ein beliebter Sport wie Fußball, auch für blinde Menschen problemlos möglich ist.

 

E. Wende – Klasse 7a 

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