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Wie groß war eigentlich das Leck der Titanic?

Dieser und vielen weiteren Fragen ging in der vergangenen Woche Dr. Metin Tolan, Professor für Experimentelle Physik an der Technischen Universität Dortmund, in seinem Vortrag „Titanic – Mit Physik in den Untergang“ nach. Unsere Schule hatte den Professor im Rahmen seines 50jährigen Jubiläums ins Forum der Schule eingeladen.

Als bekennender Fan des vom Regisseuer James Cameron im Jahre 1997 produzierten Hollywood-Blockbusters benutzte Metin Tolan Ausschnitte des Films während seines Vortrags, um diverse Theorien und Mythen über den Untergang der Titanic im Jahre 1912 zu widerlegen. So glaubte man etwa, der Kapitän Edward John Smith hätte sich von anderen unter Druck setzen lassen und den falschen Kurs eingeschlagen, um möglichst schnell in New York anzukommen. Auch gab man menschlichem Versagen auf breiter Bandbreite die Schuld am Untergang der Titanic. Doch wie sich herausstellte, waren es wohl die Verknüpfung vieler unglücklicher Zufälle, die eben nicht auf menschliches Versagen allein zurückzuführen ist.

Während Dr. Tolan einige Theorien durch schlichte Fakten widerlegte, setzte er an vielen Stellen physikalische Formeln ein, um das größte Schiffsunglück der Geschichte zu erklären. So berechnete er etwa, wie groß das Leck der Titanic gewesen sein muss. Dass es nur knapp über einen Quadratmeter groß war, überrascht bei der als unsinkbar geltenden Titanic zunächst sehr. Doch waren es die Anzahl der Lecke, die den Schaden anrichteten, auch wenn die Summe nur knapp über einem Quadratmeter maß.
Wie lange dauert es, bis ein Schiff dieser Größe untergeht und warum ging die Titanic gerade unter und kippte nicht? Auch diesen Frage ging Prof. Dr. Tolan physikalisch auf den Grunde. Er untersuche jedoch auch noch Phänomene, die sich durch den Film ergaben. Warum etwa ist der Himmel im Hintergrund der legendären „My heart will go on“- Szene rot gefärbt? Und warum starb die die 17-jährige Rose DeWitt Bukater bei 0 Grad Außentemperatur nicht, während ihr Geliebter Jack Dawson bei 0 Grad Wassertemperatur erfror?

Es war ein sehr kurzweiliger, interessanter und auch für physikalische Laien gut verständlicher Vortrag. Und wer noch gerne weitere physikalische Erklärungen rund um das grüßte Schiffsunglück aller Zeiten kenennlernen möchte, dem sei Prof. Dr. Metin Tolans Buch mit dem gleichnamigen Titel empfohlen.

Text und Foto: Caroline Amft

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