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Heisenberg begeistert vom zukünftigen Neubau

Mit sehr großer Freude wurden in der Schulgemeinde des Heisenberg-Gymnasiums die nun veröffentlichten Entwürfe zum zukünftigen Neubau des Heisenberg-Gymnasiums aufgenommen. Die Zeit des Planens und Wartens hat nun ein Ende. Die Entwürfe zeigen, dass mit dem Neubau das Heisenberg ein sehr modernes und zukunftsweisenden Schulgebäude und –gelände bekommen wird.

Groß ist die Freude auch darüber, dass der Neubau, anders als ursprünglich geplant, nun in einem Zug gebaut wird und bereits im November 2020 fertiggestellt sein wird und komplett bezogen werden kann. Der Neubau wird auf dem großen Schulgelände hinter dem jetzigen Schulgebäude gebaut. Während der Bauphase kann der Unterricht in den bestehenden Unterrichtsräumen normal stattfinden. Lediglich die Biologie- und Kunsträume sowie ein Betreuungsraum werden während der überschaubaren Bauphase im bisherigen Bestand des Schulgebäudes integriert, sodass keine externe Interimslösung notwendig ist. Da auch alle Klassenräume und Fachräume des bestehenden Gebäudes nach vorne ausgerichtet sind, werden die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte auch weiterhin einen ungestörten Blick aus allen Fenstern der Unterrichtsräume haben.
Die spannendste Frage, die seit Jahren alle aktuellen und zukünftigen Heisenberger sehr bewegte, war, wie wird das neue Schulgebäude des Heisenberg-Gymnasiums aussehen. Wegen des laufenden Wettbewerbsverfahrens durften dazu leider noch vorher keine konkreten Entwürfe öffentlich gemacht werden.
Die Schule stand am Anfang des Planungsprozesses vor der großen und spannenden Herausforderung, ein komplett neues Schulgebäude unter pädagogischen Gesichtspunkten mitplanen zu können. Nicht oft bekommt man als Schule eine solche einmalige Chance. Von Anfang an fühlte sich die Schule dabei von der Verwaltung und Politik im Planungsprozess mitgenommen und die Schule war am gesamten Entwicklungsprozess intensiv beteiligt. Groß war die Freude in der Schulgemeinde auch im März 2015 darüber, dass die politisch getroffene Entscheidung das Heisenberg-Gymnasium neu zu bauen, einheitlich im Rat der Stadt beschlossen wurde. Die Schulgemeinde erfuhr durch diese Entscheidung zugleich auch eine große Wertschätzung in der pädagogischen Arbeit, die seit vielen Jahrzehnten am Heisenberg geleistet wird. Es entwickelte sich eine äußerst intensive Zusammenarbeit mit dem Schulträger, bei der wir als Schule unsere Überlegungen, Vorstellungen und Visionen für eine moderne und zukunftsweisende Schule mit einem neuen Gebäude des Heisenberg-Gymnasiums einbringen und verwirklichen konnten. So waren z.B. die Schulleitung, ein Eltern- und ein Schülervertreter im Architekturgremium vertreten, um die vorliegenden Entwürfe nach ästhetischen und funktionalen Gesichtspunkten zu bewerten. In zahlreichen monatelangen, nahezu jahrelangen, intensiven Projektsitzungen, an denen die Schulleitung, die Vertreter verschiedenster Fachämter der Stadt und die Beraterteams teilgenommen haben, wurden die Anforderungen und Ausschreibungsunterlagen gemeinsam erarbeitet.
Innerhalb der Schule bildete sich frühzeitig eine Steuergruppe mit verschiedenen Arbeitsgruppen unter Beteiligung von Lehrern, Schülern und Eltern. Es war allen Beteiligten klar, dass es im Planungsprozess nicht darum gehen kann, nur einen Ersatzraum zu schaffen, das alte „nur zu ersetzen, sondern pädagogische Veränderungen erfordern etwas Neues. Die Schule stand während des Planungsprozesses auch vor der Herausforderung, auf der einen Seite ein neues modernes zukunftsweisendes Gebäude unter pädagogischen Gesichtspunkten mitplanen zu dürfen, anderseits aber nicht Gefahr zu laufen, an Vertrautem festzuhalten, welches nicht mehr zeitgemäß und pädagogisch sinnvoll ist. So schaute man sich z.B. seitens der Schule andere Schulneubauten an, um nicht nur neue Ideen zu bekommen, und das mitzunehmen, was aus pädagogischer Sicht als notwendig erachtet wurde, sondern auch das zu verwerfen, was nicht sinnvoll erschien. Um den Ansprüchen eines modernen und zukunftsweisenden Gymnasiums gerecht zu werden und zugleich die Voraussetzungen der Bildungsstandards sowohl unter fachlichen wie auch pädagogischen Gesichtspunkten zu erfüllen, wurden z.B. für mehr als 100 zukünftige Räume im Neubau ausführliche Raumplanblätter erstellt, die neben den benötigten Raumgrößen vor allem den schulischen Ausstattungsbedarf ausführlich beschreiben. Den getroffenen Entscheidungen während des Planungsprozesses lagen vielfältige schulische pädagogische Konzepte der Schule zugrunde.
Im Zeitalter des digitalen Wandels und dem vom Ministerium für die nächsten Jahre geforderten „Lernen in einer digitalen Welt“, wird im zukünftigen Neubau in allen Unterrichtsräumen der heute aktuellste Stand der Technik eingebaut werden - auch im Bewusstsein das Technik sich immer weiter entwickelt. Da die Schülerinnen und Schüler aber nur eine begrenze Schulzeit und Zeit zum Lernen haben, haben sie auch ein Recht darauf, mit modernen Medien unterrichtet zu werden. Um für das Zeitalter des digitalen Lernens gerüstet zu sein, bedarf es von daher einer zukunftsorientierten medialen Ausstattung. Mit dem geplanten Neubau wird die „staubige Kreidezeit“ am Heisenberg Geschichte sein. Alle Kreidetafeln werden durch große interaktive Displays, welche z.Z. im Bereich der „digitalen Tafeln“ die modernste Zukunftstechnologie sind, mit ergänzenden beschreibbaren White-Boards ersetzt werden. Zugleich lassen sich die neuen interaktiven Displays sinnvoll und problemlos vernetzen mit externen Geräten (Tablets, i-Pads, Smartphones, ....) bei einer geplanten zukünftigen Einführung von Tablet-Klassen. Ebenfalls werden alle Unterrichtsräume, wie auch jetzt schon im bestehenden Gebäude, u.a. mit einer hochwertigen Dokumentenkamera und einem leistungsfähigen Internetzugang ausgestattet sein. Die Nutzung digitaler Möglichkeiten soll dabei die pädagogischen Prozesse zwischen den Lehrkräften und Schülerinnen und Schüler unterstützen und bereichern, jedoch nicht ersetzen.
Vor 50 Jahren hat sich keiner große Gedanken gemacht zur individuellen Förderung. Alle lernten im gleichen Takt. Heute haben wir es mit einer veränderten inhomogeneren Schülerschaft zu tun. Die Forderung, alle Schülerinnen und Schüler zu einem höchstmöglichen Bildungsabschluss zu bringen, erfordert eine individuelle Förderung. So wird es im Neubau neben den zahlreichen Klassen- und Kursräumen zusätzliche kleinere Differenzierungsräume geben, in der das Lernen individuell oder auch in Kleingruppen gezielt gefördert werden kann. Die Schülerinnen und Schüler können zudem in den Unterrichtsräumen zum selbstständigen Lernen z.B. auf Freiarbeits- und Lernzeitmaterialien und Materialien der individuellen Förderung, welche sich in mobilen Regalen befinden, zurückgreifen.
Dass Schule sich verändert hat, wird auch sichtbar im schulischen Beratungskonzept der Schule. So kommt heute eine Schule von morgen, nicht mehr mit nur einem Beratungsraum aus. Das neue Gebäude wird von daher mehrere kleine Beratungs- und Besprechungsräume haben.
Das neue Gebäude wird in unterschiedliche, klar strukturierte Bereiche schulischer Nutzung aufgeteilt sein. Als Funktionsbereiche sind u.a. neben einem großen naturwissenschaftlichen Bereich (Biologie, Chemie, Physik, Informatik), einem künstlerisch-musischen Bereich (Kunst, Musik), den Verwaltungsbereichen und Bereichen für die Lehrkräfte auch Bereiche für das soziale Lernen vorgesehen. Dieser Funktionsbereich umfasst spezielle Räume im sozialen Bereich, die im Wesentlichen von den Schülerinnen und Schülern genutzt bzw. aufgesucht werden. Zu diesem Bereich gehören Räume z.B. für den Sanitätsdienst, für die Streitschlichter oder für die Berufs- und Studienorientierung. Darüber hinaus wird es im Neubau zahlreiche weitere Räume geben, wie z.B. ein großes Selbstlernzentrum, Aufenthalts- und EVA-Räume.
Bedingt auch durch die geplante Einführung des gebundenen Ganztages am Heisenberg-Gymnasium, welcher erst nach Fertigstellung ab dem Schuljahr 2021/22 in der Klasse 5 sukzessiv umgesetzt wird, werden die Kinder und Jugendlichen mehr Zeit in der Schule verbringen, die Schule wird zukünftig noch mehr zum Lebensraum unserer Schülerinnen und Schüler werden. Im Neubau wird es von daher auch einen großen Bereich für den geplanten gebundenen Ganztag geben. Dieser Bereich umfasst alle Räume, die insbesondere im Rahmen des Ganztages während der unterrichtsfreien Zeit (z.B. in der längeren Mittagspause) oder in Arbeitsgemeinschaften (AG´s) von den Schülerinnen und Schülern z.B. zum Spielen, Lesen, Bewegen oder Ausruhen genutzt werden können. Im Neubau wird es neben einer kleineren Cafeteria natürlich auch eine große Mensa geben.
Mit dem Neubau wird auch das gesamte Schulgelände des Heisenberg-Gymnasiums ein neues Gesicht bekommen. In diesem Zusammenhang wurde für die Gestaltung des neuen Schulhofes von der Schule ein modernes Schulhofrahmenkonzept unter Beteiligung aller Schülerinnen und Schüler erstellt. Als notwendige Voraussetzung zum Lernen ist es uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sich in den Pausen entspannen und regenerieren können. Aber auch gerade das soziale Lernen soll durch das Miteinander in den Pausen besonders gefördert werden. Durch eine anregende Schulhofgestaltung sollen die Schülerinnen und Schüler sich auch zukünftig wohlfühlen. Insbesondere im zukünftigen gebundenen Ganztag werden die Schülerinnen und Schüler auch eine längere Mittagspause haben, die sinnvoll gestaltet werden muss. Attraktive, bewegungsfördernde und vielseitige Angebote („Bewegte Pausen“) werden im Zuge des Neubaus auf dem neuen Schulhof, unter Berücksichtigung unterschiedlichster Altersstrukturen der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer „Temperamente“, angeboten werden. So wird es z.B. neben den aktiven Bereichen mit Sport- und Bewegungsflächen, auch auf dem Schulhof Rückzugs- und Ruhezonen geben sowie Kommunikationsbereiche mit Sitzelementen/-möglichkeiten für eine ausreichende Anzahl von Schülerinnen und Schülern. Der Schulhof soll aber auch zugleich ein „Unterrichtraum“ sein, welcher durch ein „Grünes Klassenzimmer“, pädagogisch angelehnt an den Biologieunterricht und Arbeitsgemeinschaften (AG´s) mit ökologischem Schwerpunkt, verwirklicht wird.
Neben einem Wandel z.B. in der Digitalisierung oder der individuellen Förderung wird auch die Rückkehr zum Bildungsgang G9 an Gymnasien durch eine wachsende Schüler- und auch Lehrerzahl einen deutlich größeren Raumbedarf benötigen als im Bildungsgang G8. Dieser zusätzliche Raumbedarf wurde bereits während des Planungsprozesses mitberücksichtigt, sodass der Neubau für den Bildungsgang G9 optimal ausgestattet sein wird.
Wie oben dargestellt, ist in den letzten Jahren von allen Beteiligten, insbesondere auch von Schule – sehr intensiv mit großen Anstrengungen und Engagement am Prozess Neubau gearbeitet worden. Die nun veröffentlichten Entwürfe des Neubaus zeigen, dass es sich gelohnt hat und wir stolz auf den Neubau sein dürfen. Die Schulgemeinde dankt an dieser Stelle auch dem Schulträger, der Stadt Gladbeck, für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und seinem klaren Bekenntnis zum Standort Heisenberg-Gymnasium durch die politischen Entscheidungen, trotz angespannter Haushaltslage, das Schulgebäude des Heisenberg-Gymnasiums neuzubauen und am gleichen Standort ein neues modernes und zukunftweisendes Schulgebäude zu errichten.
Die ganze Schulgemeinde darf sich nun auf das neue „Heisenberg“ freuen!
Quelle der Fotos: Hochtief

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