Reinigen der Stolpersteine zum Holocaust-Gedenktag
Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2026 machte sich ein Teil der Courage-AG auf den Weg, um die vom Heisenberg-Gymnasium betreuten Stolpersteine zu säubern und an die ehemaligen Gladbecker Bürgerinnen und Bürger, die aus Gladbeck vertrieben wurden oder fliehen mussten, zu erinnern. Viele von ihnen wurden von den Nationalsozialisten ermordet oder starben an den Folgen der Vertreibung oder Flucht.
Bei unserer Runde durch Gladbeck erinnerten wir an der Rentforterstraße 16 an die Familien Friedmann und Gelobter und an der Rentforterstraße 7 an die Familie Haber. An der Horster Straße 54 gedachten wir der Familien Kaufmann, Ottmann, Span(n), Cohen, Plesser und Ester Erna Blutstein. Unsere letzte Station war die Uhlandstraße. Dort erinnerten wir an die Familien Lewin und Seelig.
Unseren herzlichen Dank richten wir an Frau Hildebrandt-Junge-Wentrup vom Gladbecker Bündnis für Courage, die uns bei der Aktion begleitet hat und uns viele Details zu den ehemaligen Gladbecker Familien berichten konnte.
Es ist jedes Mal ein gutes Gefühl, wenn die Steine wieder glänzen und Blumen auf ihnen liegen. Damit sind sie im Gladbecker Stadtbild sichtbar und präsent. Das lässt uns hoffen, dass die Menschen, für die die Stolpersteine verlegt wurden, nicht in Vergessenheit geraten. Gleichzeitig sind sie ein Zeichen dafür, dass sich die unmenschlichen Gräueltaten der Vergangenheit nicht wiederholen dürfen und wir umso mehr unsere demokratischen Errungenschaften schätzen und diese nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.
Dr. Carmen Giese für die Courage-AG
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