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Spurensuche DDR – Leben im Geteilten Deutschland

„Kannten Sie die DDR?“ – „Ja, flüchtig.“ – Dr. Michael Richter

Der Leistungskurs Geschichte der Q2 sowie interessierte Schülerinnen und Schüler der Q1 nahmen, geleitet durch Referenten der Jugendakademie des Franz-Hitze-Hauses, am dreitägigen DDR-Seminar in Münster und Berlin teil, während dessen sie sich auf Spurensuche zum Leben in der DDR begaben.

Das historisch-politische Seminar „Spurensuche DDR – Leben im geteilten Deutschland“ begann mit der „Abstimmung mit den Füßen“, bei der sich die Schüler/-innen zu unterschiedlichen Fragestellungen wie „Würdet Ihr gerne in der ehemaligen DDR studieren oder leben?“ physisch zu ja, nein oder vielleicht positionierten und ihre Antworten begründet darlegten. Nachdem historische Gegenstände wie beispielsweise ein DDR-Reisepass untersucht worden waren, erarbeiteten die Schüler/-innen einzelne Fallbeispiele von Jugendlichen aus der DDR, so entstanden in Kleingruppen kreative Präsentationen, die im Plenum vorgestellt wurden. Anschließend wurde ein Film über den Mauerfall zur Vorbereitung der Exkursion geschaut. Am Nachmittag fuhr die Gruppe mit dem Zug nach Berlin und bereitete sich während der Fahrt auf das Zeitzeugengespräch vor.

Der Besuch der BStU im Ortsteil Lichtenberg, der ehemaligen Stasi-Zentrale, am darauffolgenden Tag brachte Einblick in die unvorstellbare Praxis der Stasi. Folglich wurde eine vorher sorgfältig aufgearbeitete Diskussion über den juristischen Umgang mit den ehemaligen Mauerschützen und über die zukünftige Notwendigkeit der Behörde für den Einblick in die Akten der ehemaligen DDR-Bürger gehalten. Daraufhin durfte die Gruppe in private und offizielle Räumlichkeiten Erich Mielkes, des ehemaligen Ministers für Staatssicherheit der DDR, einsehen.
Weiterhin erkundeten die Schüler/-innen den historisch bedeutsamen Ortsteil Friedrichshain, indem sie einen Rundgang zur „East Side Gallery“, einem von Künstlern kreierten Teil der Berliner Mauer machten.
Am Abend schilderte die Zeitzeugin Barbara Steffen Erlebnisse aus ihrem Leben in der DDR und verschaffte der Gruppe durch die Beantwortung vieler interessanter Fragestellungen einen tieferen und persönlicheren Einblick in ein Leben in einem totalitären Staat.

Am letzten Tag durften sich die Schüler die Ausstellung im „Tränenpalast“ am Bahnhof Friedrichsstraße, der alten Grenzübergangsstelle zwischen der BRD und der DDR im Herzen von Berlin, mit der historische Zustände und Ereignisse sehr emotional vermittelt werden, anschauen, sodass uns die Wichtigkeit von Freiheit und Reisemöglichkeit vor Augen geführt wurden.

Abschließend wurde die „Abstimmung mit den Füßen“ wiederholt. Fragen wie „Wurde Eure Sicht zur DDR aufgrund dieses Seminars beeinflusst?“ wurden meist mit ja beantwortet.
Mit neuen Erfahrungen, einzigartigen Eindrücken und Einblicken über die Zeit der SED-Diktatur und bewegenden persönlichen Schicksalsgeschichten erhielten die Schüler/-innen ein besseres Bewusstsein für die deutsche Geschichte. Insgesamt stellt dieses DDR-Seminar eine lohnenswerte Exkursion da, auf die sich die kommende Qualifikationsphase im kommenden Jahr freuen darf.

 

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