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Das Heisenberg-Gymnasium in Gladbeck wird 50 Jahre alt

Lena Gerbig
WAZ 14.09.2018 - 10:59 Uhr

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Foto: Blossey
Die Geschichte des Heisenberg-Gymnasiums wird fortgeschrieben, das Gebäude wird in Kürze wegen baulicher Mängel jedoch abgerissen und neu errichtet.

GLADBECK. 1968 nahm das dritte Gladbecker Gymnasium den Betrieb auf. Mit einer bunten Festwoche feiert die Schule den runden Geburtstag.
Das Heisenberg-Gymnasium wird 50 Jahre alt – und die Schule feiert das denkwürdige Ereignis mit einer Jubiläumswoche und rundem Fest-und Aktionsprogramm. Eröffnet werden die Feierlichkeiten am 22. September mit einem Festakt mit vielen Gästen und einem Festvortrag, den ein ehemaliger Heisenberg-Schüler, Prof Dr. Ralf Ludwig, hält. Er lehrt seit 2012 an der Universität Rostock Allgemeine Physikalische und Theoretische Chemie – gemäß dem Profil der naturwissenschaftlich ausgerichteten Schule also ein Vorzeigeschüler par exzellence.

Wie Ralf Ludwig werden viele weitere ehemalige Schüler und Schülerinnen am Samstagnachmittag und -abend zum Ehemaligen-Treff kommen und sicher viele Geschichten zu erzählen haben.
Über die bewegte Geschichte der Schule, die bei der Gründung ihren heutigen Namen noch gar nicht hatte, informiert eine Festschrift, die zum Start der Feierlichkeiten erscheint.
Was einigen ehemaligen Schülern und Lehrern einfällt, wenn sie heute ans Heisenberg denken, das hat die WAZ vorab nachgefragt und erfahren: Viele positive und besondere Ereignisse verbinden die Befragten mit „ihrer“ Schule.

Ein Ort der Diversität mit einigen baulichen Unzulänglichkeiten
Deutlich wird aber auch, dass die ehemaligen Schüler und Lehrer das Heisenberg-Gymnasium als einen Ort sehen, an dem Diversität gelebt wird, an dem jeder Einzelne in seiner Unterschiedlichkeit respektiert und gefördert wird. Da konnte man dann auch mal ein Auge zudrücken bei den baulichen Unzulänglichkeiten wie dünnen Wänden oder nicht funktionierenden Heizkörpern. Wobei das alles in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören wird, denn der Neubau der Schule ist beschlossene Sache.
Talkrunde mit den drei Schulleitern H. Sokolowski, H. Schütte-Ständeke und Peter Hogrebe
Nur drei Schulleiter hatte das Heisenberg-Gymnasium in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens. Herbert Sokolowski war von Anfang an dabei, leitete die Schule von 1968 bis 1992, Heidrun Schütte-Ständeke von 1992 bis 2013 und seit 2013 führt Peter Hogrebe die Schule.

Alle drei werden am Sonntag, 23. September, in einer lockeren Gesprächsrunde im Forum über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf dem Chefsessel des Heisenberg-Gymnasiums berichten. Es wird um die Anfänge, die Startschwierigkeiten und die Namensfindung des Gymnasiums gehen (das hatte am Anfang ja noch keinen Namen). Auch die verschiedenen Bauphasen und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Chancen für die drei Schulleitungen sollen angesprochen werden.

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Der ehemalige Schulleiter vom Heisenberg Gymnasium, Herbert Sokolowski wird mit seinen Nachfolgern in der Gesprächsrunde über Vergangenes und Zukünftiges sprechen.
Foto: Lutz von Staegmann

Und natürlich wird es auch um das historisch-politische und soziale Engagement in der Geschichte der Schule und um die Anerkennung gehen, die das Heisenberg-Gymnasium in Form von Preisen und Ehrungen in den vergangenen Jahrzehnten erhalten hat. Und auch in die Zukunft soll sich der Blick richten.
Die Moderation der Gesprächsrunde übernehmen Maria Maßbaum und Dr. Carmen Giese, langjährige Lehrerinnen am „Heisenberg“. Den musikalischen Rahmen wird die JazzCombo der Musikschule gestalten. Stärken können sich alle an der Gulaschkanone und am Getränkewagen.
Unterhaltsame Wissenschaftsshow der Physikanten
Der Name Heisenberg verpflichtet: Und so ist auch die Jubiläumswoche zumindest teilweise darauf ausgerichtet. Die Show der „Physikanten & Co“, die schon 750 000 Zuschauer in vielen Ländern begeistert hat, ist ein Highlight im Programm. Die Physikanten werden am Mittwoch, 26. September, 19 Uhr, im Forum die Magie physikalischer Phänomene darstellen: Da wird ein Laserstrahl zum elektrischen Bass, implodieren Fässer und riesige Rauch-Wirbelringe lassen selbst Harry Potters Patronus blass aussehen bei der „Best of Show“, die dem Heisenberg zum 50-jährigen Bestehen ein wahres Feuerwerk des Edutainments beschert, das Publikum zum Schmunzeln, Staunen, Lachen und Tüfteln bringen wird.

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Die Physikanten kommen am 26. September.
Foto: Wohlrab
„Es ist uns ein Herzensanliegen, vermeintlich ‚schwere‘ Wissenschaft leicht und vergnüglich zu präsentieren“, erklärt Diplom-Physiker Marcus Weber, Kopf und Gründer der „Physikanten & Co.“, die seit knapp 18 Jahren beweisen, dass die perfekte Symbiose aus Entertainment und Naturwissenschaft gelingen kann.
Das Konzept ist preisgekrönt: Ihre jüngste Auszeichnung ist die Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), die auch bereits an Ranga Yogeshwar ging. Auch fürs Fernsehen baut das Team um Marcus Weber eindrucksvolle Experimente, u. a. für „Galileo“ oder „Frag doch mal die Maus“.
„Wir freuen uns, eine solch spektakuläre Wissenschafts-Show zu präsentieren, die bereits über eine drei viertel Million Zuschauer begeistert hat“, betont Dr. Dirk Gerbig, Lehrer am hiesigen Gymnasium.
Karten im Vorverkauf für acht Euro im Schulsekretariat und in der Humboldt-Buchhandlung.

https://www.waz.de/staedte/gladbeck/das-heisenberg-gymnasium-wird-50-jahre-alt-id215326953.html

 

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