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Schüler des Heisenberg-Gymnasium zeigen kreative Vielfalt

WAZ 22.06.2017 - 16:35 Uhr

Vielfalt

Foto: Joachim Kleine-Büning
Schüler des Gladbecker Heisenberg-Gymnasiums zeigten in einer Modenschau eigenhändig kreierte Masken und Kleidungsstücke aus Mülltüten.

GLADBECK. Trotz heißer Temperaturen konnten sich die Schüler des Heisenberg-Gymnasiums Gladbeck über eine gute Resonanz auf ihre Präsentation freuen.
„Wir wollen zeigen, wie wichtig eine ästhetische Erziehung an der Schule ist“, sagt die Sportlehrerin sowie ausgebildete Tanz- und Theaterpädagogin Freia Rosenkranz am Rande der dritten Auflage von „Heisenberg-kreativ“.

Die Präsentation aller Jahrgangsstufen des Heisenberg-Gymnasiums, die in diesem Jahr unter der Überschrift „Hin & Weg“ stand, zeigte am frühen Mittwochabend einmal mehr kreative Vielfalt. „Wir haben fast das ganze Jahr auf diesen Tag hingearbeitet“, sagt Freia Rosenkranz und ist überzeugt: „Die Schüler können so auch etwas über sich selber lernen, gewinnen Selbstvertrauen und Sicherheit.“
Anlehnung an Pop-Art-Kunst
Und dann ging es, den hohen Außen- und Innentemperaturen zum Trotz, Schlag auf Schlag. Die Vernissage präsentierte Bilder verschiedener Jahrgangsstufen in Anlehnung an die Pop-Art-Kunst von Claes Oldenburg, Pablo Picassos weltbekanntes Werk „Guernica“ oder den westafrikanischen Künstler Romuald Hazoumé.
Motto lautet „Hin & weg“
„Wir haben uns intensiv mit den Originalen befasst, um dann von ihnen ‚weg‘ und ‚hin‘ zu neuen Interpretationen zu kommen“, erklärt Kunstlehrerin Madeleine Patzelt. Das gleiche gilt für die Filmbearbeitungen und Audiopodcasts der Abiturklassen, die beispielsweise durch die Produktion einer fiktiven Radiosendung für sich neue Zugänge zu klassischer Musik finden wollten, wie Musiklehrerin Gabriele Woznik erläutert.
Wie facettenreich das Motto der Veranstaltung „Hin & weg“ aufgefasst werden kann, zeigte die Modenschau der Klasse 7 mit selbstentworfenen Hüten und Kleidung aus Plastiktüten, die die Schülerinnen selbstbewusst vorführten. Auch ein Schüler wagte sich mit einem „Schalke-Trikot“ aus Plastik auf die Bühne. Sie wurden mit viel Beifall belohnt. Dass „Hin & weg“ auch bedeuten könne, „dass man von einer Person hin und weg ist oder, dass man zu einem Ort geht oder ebendiesen verlässt“, war im Vorwort des kleinen Programmhefts nachzulesen und wurde in szenischen Collagen und Tanzeinlagen demonstriert. Orte des „Hin & weg“ waren hier mal ein Bus, mal ein Flughafen oder „Die Reise nach Kars“ nach einer Erzählung von Orhan Pamuk. Der 18-jährige Berkay, einer der Darsteller, ist schon recht stolz“ auf das Geleistete. Die Theatergruppe habe sich weiterentwickelt. „Wenn wir jetzt bei der Generalprobe gesehen haben, wo wir heute stehen und wie wir mal angefangen haben, können wir darüber lachen.“

Thema „Flucht“ auf der Bühne
Das Thema „Flucht“ brachte eine weitere Gruppe unter dem Titel „Die letzte Hoffnung“ überzeugend auf die Bühne. Auch die sechs Schülerinnen des Jahrgangs 11 bewerten den zurückliegenden Kurs positiv. Man habe stets „Feedback“ bekommen, sagt Seyma und Alicia ergänzt: „Es war auch eine Herausforderung, wenn wir Personen darstellen sollten, mit denen wir uns nicht identifizieren konnten.“ Kurz vor Ende des Schuljahres eine gelungene Präsentation darüber, wie Schule Kreativität und Vielfalt fördern kann.
Susanne Nickel

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