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Gegen Rassismus: „Heisenberg ist bunt!“

WAZ 28.04.2017 - 13:07 Uhr

HGbunt

Kulturelle Vielfalt: Die Fotowand mit den Heisenberg-Gesichtern steht. Foto:Lvs

GLADBECK. Positive Signale gegen den Rassismus will das Heisenberg Gymnsaium senden. Eine Fotowand zeigt die kulturelle Vielfalt der Schüler und Lehrer.
Vorurteile mindern, eine starke Gemeinschaft bilden – das waren die Ansätze, die die achte Klasse des Heisenberg-Gymnasiums verfolgte, als sie im vergangenen Jahr ihr Antirassismus-Projekt „Heisenberg ist bunt!“ ins Leben rief.

Auslöser waren die furchtbaren Ereignisse in Paris, als islamistische Terroristen Journalisten der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ermordeten. Politiklehrer Arslan Yalcin: „Die Schüler waren erschüttert. Sie überlegten gemeinsam und entwickelten Ideen, was man tun kann, um positive Signale zu senden.“ Ein wichtiger Ansatz, denn die Stimmung nach dem Anschlag war äußerst negativ.
Das Leben an unserer Schule funktioniert gut Vorurteile, vor allem gegen alles Fremde, wuchsen rasant. Ein friedliches Zusammenleben drohte zu kippen. Yalcin: „Da wollten wir zeigen, dass es an unserer Schule keinen Rassismus gibt, dass das Leben an unserer Schule sehr gut funktioniert.“ Es musste also ein Projekt her, mit dem man zeigen kann, dass Vorurteile vermindert und eine starke Gemeinschaft gebildet werden kann.
Fast 800 Menschen gehören zum Heisenberg – Schüler und Kollegium. Kulturelle Vielfalt inbegriffen. Manche haben ihre Wurzeln in Marokko, andere in der Türkei, in Afrika, Schweden, Holland, ja sogar in der Dominikanischen Republik. Der Ansatz war gefunden.
Yalcin: „Diese kulturellen Hintergründe von Kollegium und Schülern wollten wir zeigen.“ 38 großformatige Porträtfotos von Heisenbergern sollten angefertigt werden, um diese in einer permanenten Ausstellung unter dem Titel „Heisenberg ist bunt!“ zu zeigen. Ein Antrag an den Integrationsrat zwecks Kostenzuschuss war schnell gestellt. Dort zeigte man sich sehr angetan.
Vorsitzender Bahtiyar Ünlütürk: „Wir haben es sofort positiv aufgenommen und freuen uns, dieses Projekt nach vorne zu bringen.“ Nun hängen die Farbfotos auffällig an einem markanten Durchgangspunkt in der Schule und zeigen beeindruckend die kulturelle Vielfalt am Gymnasium. Schulleiter Peter Hogrebe ist begeistert. Projekt und Menschen, die daran teilgenommen haben, seien einzigartig. „Augen-, Haar- und Hautfarbe sind so unterschiedlich wie unsere Charaktere, eben bunt. Das macht das Zusammenleben aus.“
Überhaupt sei man stolz auf die Vielfalt am Heisenberg, habe man doch schon seit den 70er Jahren Kinder aus Zuwandererfamilien aufgenommen. „Das ist alles längst Normalität bei uns“, sagt Hogrebe und gibt bekannt, dass sein Gymnasium „in diesem Jahr Schule ohne Rassismus werden will“.

Gerhard Römhild

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