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23 Schüler machen Klimapolitik für Afrika


DerWesten 04.12.2015 | 09:00 Uhr

Klimaplanspiel

Die Zehntklässler stimmten am runden Tisch des Ratssaals über einzelne Beschlüsse ab und wählten ihren Vorstand.

Gladbeck. Projekt-Planspiel „Südsicht": Jungen und Mädchen der zehnten Klasse des Heisenberg-Gymnasiums schlüpfen im alten Rathaus in politische Rollen.

Nur in einem Planspiel können zwei imaginäre Fraktionen über die Umsetzung von Umwelt- und Hochwasserschutzprojekten streiten, diskutieren und verhandeln. 23 Schüler der zehnten Klasse des Heisenberg-Gymnasiums schlüpften am Donnerstagmittag in die Rolle einzelner Anwohner der imaginären Stadt Cape Shore und entschieden beim Planspiel „Südsicht" über die Zukunft ihrer „Heimat" in Afrika.

Sie bildeten im Ratssaal des alten Rathauses zwei Parteibündnisse; sie wählten einen Bürgermeister, Fraktionsvorsitzende und Verwaltungsbeauftragte. Jeder hatte eine Rolle, die es einzuhalten galt. Das Projekt wurde von der Stadt in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 (LAG 21) für die Zehntklässler organisiert.

Schwieriges Planspielszenario
Ob Stammeshäuptling, Bauer oder Unternehmer – unterschiedliche Schichten brachten ihre Meinungen und Ansichten bei einzelnen Rats- und Fraktionssitzungen ein. „Wir, die ursprünglich gegen die Anlage von Retetionsflächen (Ausbreitungsflächen bei Überschwemmungen) waren, haben unsere Einstellung geändert. Dennoch ist der Kompromiss an bestimmte Bedingungen geknüpft", stellte der Vorsitzende der fiktiven Fraktion „Social Democratic Congress" (SDC) klar.

Das Szenario war für die Jungen und Mädchen kein einfaches: Sie mussten sich vorstellen, dass der Boden ihres Geburtsortes nicht mehr in der Lage ist, Wasser aufzunehmen. Die Konsequenzen seien Überschwemmungen, kleinere Katastrophen und der Verlust von wertvollem Ackerland. Zwei Maßnahmen, die Anlage von Retentionsflächen und Bäumen oder die Errichtung von Schutzmauern und Deichen, standen nun einzig zur Auswahl. Diese Maßnahmen wurden von den Fraktionen besprochen, abgewägt und gestaltet.

„Ich habe vieles aus dem Planspiel mitgenommen. Es war sehr interessant, den Prozess der Entscheidungsfindung mitzuverfolgen und mitzugestalten", betont Adrienne Hielscher, Schülerin des Heisenberg-Gymnasiums. Die 16-Jährige, die den Vorsitz der Fraktion „Social Democratic Congress" (SDC) übernahm, ergänzt: „Ich konnte mich sehr gut in die Rolle versetzen und habe einiges über den Klimaschutz gelernt. Auch Timon Reschke (15), Bürgermeister von Cape Shore, lobt das Projekt: „Ich wusste gar nicht, was ein Bügermeister so alles für Aufgaben hat – jetzt konnte ich es, wenn auch nur in Auszügen, selber erfahren."

Berit Jänkel, Projektmitarbeiterin von LAG 21, betont: „Wie wollen die nachhaltige Bildung der Schülern im Bereich Klimapolitik fördern - ich denke, das ist uns gelungen."

Maximilian Hulisz

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