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„Eine pfandtastische Aktion“ läuft am Heisenberg-Gymnasium

WAZ 03.05.2015 | 12:31 Uhr

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Das interreligiöse Projekt „Dein Pfand hilft" unterstützt den Brunnenbau in afrikanischen Dörfern; hier mit Majelle Quarrato, Dilara Ari, Berfin Karabag, Arslan Yalcin, Julia Durchgraf, Daniel Lejtner und Emre Kaya. Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck. Hilfe für Afrika auf besondere Weise - leere Pfandflaschen werden derzeit tagtäglich in der Pausenhalle des Heisenberg-Gymnasiums gesammelt.

„Ein pfandtastisches Projekt" geht jetzt am Heisenberg-Gymnasium in seine vierwöchige Endphase: Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe sammeln leere Pfandflaschen und auch Geldspenden für den Brunnenbau in den beiden afrikanischen Ländern Ruanda und Kongo.

 

Die ungewöhnliche Initiative der Heisenberg-Schüler steht auch für eine gelungene interkulturelle und interreligiöse Zusammenarbeit: Denn die beteiligten Schülerinnen und Schüler besuchen den evangelischen Religionsunterricht bzw. den islamischen Religionsunterricht und arbeiten für das Hilfsprojekt eng zusammen, wobei die beiden Lehrer, die Pfarrerin Julia Durchgraf und ihr Kollege Arslan Yalcin, die jungen Leute nach Kräften unterstützen.

Wasserkanister zum Probetragen steht bereit
Über 3000 Euro sind schon gesammelt. In der Schule steht an zentraler Stelle ein „Spendenbrunnen", an dem zum einen leere Pfandflaschen, aber auch Bargeldspenden abgegeben werden können. Dazu gibt es auf einer großen Tafel detaillierte Informationen zu den Themen Wasser und globale Wasserknappheit. Zudem läuft ein kurzes Video mit entsprechenden Hinweisen. Auch ein Wasserkanister steht parat; so können die Schüler testen, wie schwer ein solcher, voll befüllter Kanister ist. Viele Menschen in Afrika müssen solche Kanister tagtäglich kilometerweit tragen, weil es in ihren Siedlungsgebieten an nahegelegenen Brunnen fehlt.

Für das Hilfsprojekt „Dein Pfand hilft" arbeiten die Heisenberger eng mit der namhaften interreligiösen Hilfsorganisation „Grünhelme e.V." zusammen, die 2003 von Rupert Neudeck und Aiman Mazyek gegründet wurde. Diese Organisation bemüht sich um den Wiederaufbau von Gemeindestrukturen sowie um ökologische, kulturelle und religiöse Projekte in ehemaligen Kriegs- und Krisengebieten, wobei Afrika ein wichtiger Einsatzbereich ist.

Spendenübergabe am 1. Juni im Forum der Schule
Bis zum Ende des Schuljahres wollen die Schüler nach Möglichkeit weitere 1000 Euro zusammenbekommen, so dass alles in allem zwei Brunnenprojekte in Afrika unterstützt und realisiert werden können. „Damit wollen wir ein Zeichen setzen, dass Muslime und Christen in dieser Gesellschaft nicht nur miteinander friedlich umgehen, sondern sogar gemeinsam produktiv sein können", heißt es in einer aktuellen Mitteilung von Schülern und Lehrern.

Am 1. Juni (18 Uhr) soll die Gesamtspende im Forum des Heisenberg-Gymnasiums offiziell übergeben werden; auch Bürgermeister Ulrich Roland und Superintendent Dietmar Chudaska wollen dann anwesend sein.

Michael Bresgott

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